Bianchi Specialissima Comp Ultegra Di2 – ein elegantes, leistungsstarkes Rennrad mit italienischer Seele
Persönlicher Eindruck des Bianchi Specialissima Comp Ultegra Di2
Beim Bianchi Specialissima Comp Ultegra Di2 entsteht in mir ein Gefühl, das weniger mit Technik und mehr mit Leidenschaft zu tun hat. Wenn ich dieses Rad betrachte, habe ich sofort das Bild einer frühen Morgenausfahrt im Kopf: feuchte Luft, ein noch ruhiger Asphalt, das leise Surren von Carbonfelgen – und ein Rennrad, das sich anfühlt wie ein Versprechen.
Das Specialissima weckt in mir etwas, das ich nur selten bei modernen, sehr funktionalen Rädern spüre: eine Art Stolz, ein innerer Funke, der sagt „Dieses Rad würde man nicht nur fahren – man würde es erleben.“ Seine Linien, seine Haltung, die fast schon poetische Selbstverständlichkeit, mit der es Sportlichkeit ausdrückt, berühren mich auf eine Art, die schwer zu beschreiben ist. Nicht grell, nicht protzig – eher wie ein vertrauter Begleiter, der einen dazu einlädt, die eigenen Grenzen zu verschieben.
Ich würde sagen, dass dieses Rad Emotionen trägt, die über das Sachliche hinausgehen. Es vermittelt mir die Idee von Freiheit, Leichtigkeit und einem Hauch italienischer Dramatik. Nicht als Testbericht, nicht als Analyse – sondern als Gefühl, das bleibt, lange nachdem man das Rad zum ersten Mal gesehen hat.
Ausstattung & technische Daten vom Bianchi Specialissima Comp Ultegra Di2
Werfen wir einen genaueren Blick auf die technischen Spezifikationen dieses Modells:
- Rahmen & Gabel
Der Rahmen ist aus Specialissima COMP-Carbon, ausgelegt für ausschließlich elektronische Schaltgruppen. Er verfügt über vollständig integrierte Kabelführung, was dem Rad ein sehr sauberes, aufgeräumtes Erscheinungsbild verleiht. Das Tretlager ist in PressFit 86,5 × 41 Ausführung
Die Gabel ist ebenfalls Vollcarbon, aerodynamisch geformt, mit 12×100 mm Steckachse vorne. - Schaltung & Antrieb
Das Herz dieses Modells bildet die Shimano Ultegra Di2 12-Gang-Gruppe.- Schalthebel: Shimano ST-R8170 (Hydraulische Di2)
- Schaltwerk: RD-R8150
- Umwerfer: FD-R8150
- Kurbel: FC-R8100, Kompakt (50/34 Zähne), je nach Rahmengröße Länge 170 mm bzw. 172,5 mm.
- Kette: CN-M8100 12-fach
- Kassette: CS-R8100, 11-30 T, 12-fach.
- Bremsanlage
- Bremsen: Hydraulische Scheibenbremsen von Shimano, BR-R8170.
- Rotoren: Shimano RT-CL800, 160 mm vorne & hinten, mit Ice-Tech Technologie.
- Laufräder & Reifen
- Laufradsatz: Velomann Palladium mit 33 mm Carbon-Profil, tubeless-ready.
- Reifen: Pirelli P-Zero Race, 26-622 (entspricht 700×26c)
- Cockpit & Komfort
- Vorbau: Velomann AL6061, internes Routing, je nach Rahmengröße verschiedene Längen (z. B. 100 mm bei 50/53 cm).
- Lenker: Velomann Aero Compact, Aluminium, Reach 74 mm, Drop 116 mm (400 mm für kleinere Rahmen, 420 mm für größere).
- Lenkband: Velo Black, weiches Mikrofaser-Band.
- Sattelstütze: Speziell geformte Vollcarbon-Aero-Stütze mit 20 mm Versatz.
- Sattel: Velomann Mitora 139, „open flow“-Design, AISI-Schienen, ca. 220 g.
- Sonstiges
- Laut Nanobike wiegt das Rad in der Größe 53 ca. 7,7 kg.
Negative Gesichtspunkte vom Bianchi Specialissima Comp Ultegra Di2
Auch wenn das Rad sehr reizvoll erscheint, gibt es einige Punkte, die man kritisch sehen muss:
- Preisklasse: Mit seiner hochwertigen Ausstattung bewegt sich das Rad im oberen Bereich des Rennrad-Segments. Für Einsteiger:innen oder Gelegenheitsfahrer:innen könnte der Preis abschreckend sein – das Modell richtet sich eindeutig eher an ambitionierte Sportler:innen.
- Gewicht: Mit ca. 7,7 kg (je nach Rahmengröße) ist es zwar kein extrem leichtes Leichtgewichts-Rennrad, aber auch kein schwerer Cruiser. Einige Rennfahrer:innen, die jedes Gramm reduzieren wollen, könnten hier also auf andere, noch leichtere High-End-Modelle ausweichen.
- Interne Kabelführung: Das sieht zwar sehr sauber aus, aber aus Nutzer:innen-Berichten auf Reddit geht hervor, dass bei manchen die intern geführten Kabel beim Lenken Geräusche machen. Das kann auf Montage oder fehlende Isolation hinweisen.
- Sitzposition: Einige Fahrer:innen merken an, dass der Rahmen relativ aggressiv ist, mit niedrigem Stack und relativ langem Reach. Für längere Touren oder Genussfahrten könnte das unbequem sein, wenn man nicht auf eine sehr sportliche Haltung ausgelegt ist.
Positive Eigenschaften des Bianchi Specialissima Comp Ultegra Di2
Was diesen Bianchi Specialissima Comp Ultegra Di2 besonders interessant macht, ist meine Einschätzung nach Durchsicht der technischen Daten, Erfahrungsberichte und des Designs: Es handelt sich um ein wirklich leistungsstarkes Rennrad, das speziell für Wettbewerb und ambitioniertes Training konzipiert ist.
Leistungsstarkes Rennrad für Wettkämpfe
Mit der Shimano Ultegra Di2 12-Gang-Gruppe bietet dieses Rad präzises, schnelles Schalten – ideal für Rennen, schnelle Anstiege und intensive Trainingsfahrten. Die hydraulischen Scheibenbremsen sorgen auch bei hoher Geschwindigkeit und in anspruchsvollen Bedingungen für zuverlässige Bremsleistung. Die leichten Velomann Palladium 33 mm-Laufräder in Verbindung mit dem leichten Carbonrahmen unterstützen eine effiziente Kraftübertragung und ein lebendiges Fahrgefühl. Für jemanden, der regelmäßig an Wettkämpfen teilnimmt oder ambitionierte Trainingsziele hat, ist dieses Rad eine sehr schlagkräftige Option.
Italienisches Design & Tradition
Bianchi steht seit jeher für italienische Renntradition. Das elegante Rahmendesign, die saubere Linienführung und die Farbvarianten (klassisches Celeste, Graphite/Black) betonen diese Herkunft. Das vermittelt nicht nur Leistungscharakter, sondern auch ein Stück Rennkultur und Historie. Wenn man auf das Pedal tritt, fühlt man sich mit einer Marke verbunden, die im Profizirkus eine Rolle gespielt hat, und das verleiht dem Rad einen poetischen Mehrwert.
Hoher Wiedererkennungswert – „Etwas Besonderes“
Dieses Modell ist kein 08/15-Rennrad. Durch die interne Kabelführung, das Aero-Design der Gabel und die elegante Integration von Komponenten entsteht ein sehr aufgeräumtes, hochwertiges Gesamtbild. Für mich persönlich wirkt es wie ein Statement: Es zeigt, dass man nicht nur Leistung will, sondern auch Design und Identität. Ich finde, ein Rad wie dieses hat einen hohen Wiedererkennungswert – man erkennt sofort, dass es sich nicht um ein günstiges Einsteigermodell, sondern um ein sorgfältig konstruiertes Sportgerät handelt, das auch in einer Gruppe herausragt.
Vielseitigkeit trotz Spezialisierung
Trotz seines Wettkampfcharakters ist das Rad durch die stabile Scheibenbremsen und das robuste Laufrad-Setup durchaus auch für lange Ausdauertouren geeignet. Es ist nicht nur ein Sprintrennrad, sondern ein sehr vielseitiges Allround-Performance-Bike, das sowohl Anstiege meistert als auch auf schnellen Abschnitten effizient arbeitet. In vielen Foren berichten Nutzer:innen, dass es sich sowohl für Rennen als auch für längere Trainingseinheiten gut einsetzen lässt.
Fazit & Zielgruppen des Bianchi Specialissima Comp Ultegra Di2
Aufgrund seiner Ausstattung, seines Designs und der technischen Ausrichtung eignet sich das Bianchi Specialissima Comp Ultegra Di2 besonders für folgende Zielgruppen:
- Ambitionierte Rennradfahrer:innen – Menschen, die regelmäßig an Rennen teilnehmen oder hohe Trainingsziele haben, profitieren von der elektronischen Schaltung, dem Carbonrahmen und der effizienten Kraftübertragung.
- Fortgeschrittene und erfahrene Sportler:innen – Wer bereits einige Erfahrung im Rennradsport hat und keine Einsteiger-Ausrüstung mehr will, findet hier ein Rad, das auf Leistung, Handling und Gewicht optimiert ist.
- Designbewusste Fahrer:innen – Wer nicht nur Wert auf Performance legt, sondern auch auf Ästhetik, Herkunft und Identität, wird das italienische Design und die Marke Bianchi besonders ansprechend finden.
- Allround-Wettkampfrad-Fans – Für diejenigen, die ein Rad wollen, das sowohl für harte Wettkampfabschnitte als auch für längere Trainingsfahrten taugt, ist dieses Modell eine ausgezeichnete Wahl.
Insgesamt ist das Bianchi Specialissima Comp Ultegra Di2 (2024) ein sehr stimmiges Hochleistungsrennrad mit starkem Charakter. Es verbindet Wettkampf-Performance mit italienischem Stil und einer attraktiven, eleganten Ästhetik. Für mich hat es genau die richtige Balance: technisch anspruchsvoll, aber nicht übertrieben; schnell und effizient, dabei aber auch repräsentativ und identitätsstiftend.
Allerdings ist es nicht unbedingt ein Rad für Gelegenheitspendler:innen oder reine Freizeitsportler:innen, die gelegentlich einmal die Landstraße entlang rollen möchten: Der Preis, die Schaltung und die Laufräder machen es eher zu einem Werkzeug für ambitionierte Fahrer:innen. Auch die interne Kabelführung kann in Einzelfällen etwas Tücken bei Montage oder Wartung bergen.
Wenn ich in der Rolle eines Rennrad-Blogs schreibe, dann kann ich sagen: Für alle, die ein besonderes Rennrad suchen – nicht nur, weil es schnell ist, sondern weil es ein Statement ist – könnte dieses Bianchi-Modell genau das Richtige sein. Es ist kein „normales“ Rennrad, sondern etwas, das man mit Überzeugung fährt, besitzt und womöglich auch mit Stolz weitergeben würde.
Bianchi Specialissima Comp – Ultegra Di2 – VC35
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