Cannondale Synapse Carbon 5 – Ein vielseitiger Allrounder für lange Tage auf der Straße
Persönlicher Eindruck des Cannondale Synapse Carbon 5
Wenn ich daran denke, wie sich ein ideales All-Road- oder Langstreckenrennrad anfühlen sollte, dann geistert in mir gleich das Bild eines Rahmens auf, der leicht, solide und doch vielseitig wirkt — und beim Blick auf Cannondale Synapse Carbon 5 bekomme ich genau dieses Bild vor Augen. Obwohl ich das Rad selbst nicht gefahren bin, strahlt es für mich einen ruhigen Selbstanspruch aus: kein protziger Racer, sondern ein verlässlicher Begleiter für lange Tage auf dem Asphalt — mit der Fähigkeit, auch mal darüber hinauszugehen. Besonders die Kombination aus schlankem Carbonrahmen, alltags- und tourentauglicher Ausstattung und dem stimmigen Gesamtauftritt lassen mich denken: Hier wurde an viele Details gedacht, um Alltag, lange Ausfahrten und variable Straßenbedingungen in Einklang zu bringen.
Ausstattung & technische Daten vom Cannondale Synapse Carbon 5
Das Synapse Carbon 5 beruht auf einem Carbon-Rahmen mit „Proportional Response“-Konstruktion, was bedeutet, dass Geometrie und Layup des Rahmens auf die jeweilige Rahmengröße abgestimmt sind — das soll für ein harmonisches Fahrverhalten sorgen. Der Rahmen bietet eine interne Zugführung, ein Staufach im Unterrohr (sogenannter „StashPort“) und ist ausgelegt auf eine 12×142 mm Steckachse hinten sowie Flat-Mount-Scheibenbremsen. Die Gabel besteht ebenfalls aus Carbon, mit integrierter Krone und 12×100 mm Achse vorne
Den Antrieb übernimmt eine klassische, bewährte Shimano 105 R7100 – 2×12-Gang mit einer Kompaktkurbel mit 50/34 Zähnen und einer 11-36 Kassette. Bremstechnisch vertraut man auf hydraulische Scheibenbremsen derselben Reihe. Die Laufräder sind von DT Swiss (R470, 28 Loch) und rollen auf Reifen vom Typ Vittoria Zaffiro Pro V mit 700×32c.
Besonders erwähnenswert: Das Rad bietet eine stattliche Reifenfreiheit — laut Hersteller sind vorne bis zu 48 mm und hinten bis zu 42 mm Breite möglich, mit jeweils mindestens 4 mm Abstand zu Rahmen/Felge. Ein weiteres interessantes Detail ist die Sattelstütze mit D-Profil, was der Aerodynamik dienen soll und zugleich vertikale Nachgiebigkeit bringt.
Zudem: Das Staufach im Unterrohr („StashPort“) erlaubt es, Werkzeuge und kleine Ausrüstung diskret zu verstauen — sinnvoll auf langen Touren oder bei Alltagsfahrten.
Zusammengefasst: Ein schlanker Carbonrahmen, moderne Ausstattung mit Scheibenbremsen, vielseitige Übersetzung, komfort- und allroad-taugliche Reifen und sinnvolle Zusatzfeatures machen das Synapse Carbon 5 zu einem sehr kompletten Paket für vielseitige Einsätze.
Negative Gesichtspunkte vom Cannondale Synapse Carbon 5
Auch wenn das Rad auf viele Bedürfnisse eine Antwort gibt, sehe ich durchaus Punkte, die objektiv als Einschränkungen gelten könnten — je nachdem, was man vom Rad erwartet:
- Die Schaltung ist zwar solide und bewährt (Shimano 105), aber mechanisch — d. h. kein elektronisches Schaltungsystem. Für jemanden, der Präzision, Komfort oder modernes Schalten schätzt, mag das wie ein kleiner Rückschritt wirken.
- Die Vollintegration durch das Steuerlager mit interner Leitung bzw. Kabelführung ist zwar aus aerodynamischer und ästhetischer Sicht clever — zugleich aber bringt eine so enge Kabelführung auch Nachteile: Insbesondere bei Arbeiten an Kabeln oder Leitungen kann das aufwändig sein. Bei Wartung oder Austausch kann das aufwändiger sein als bei klassischen, außen geführten Zügen.
- Optisch wirkt das Rad, insbesondere in klassischem Schwarz, auf den ersten Blick sehr seriös, sachlich und zurückhaltend — für manchen mag das schlicht oder gar langweilig aussehen. Es fehlt das „sportliche Rennrad-Flair“ oder ein auffälliges Design, das auffiele.
Diese Aspekte sind kein Ausschlusskriterium — doch sie machen deutlich: Das Synapse Carbon 5 will nicht ein aggressiver Racer sein, sondern ein ruhiger, alltagstauglicher Begleiter. Das sollte man wissen, bevor man sich dafür entscheidet.
Positive Eigenschaften des Cannondale Synapse Carbon 5
Und hier liegt für mich der große Reiz des Synapse Carbon 5: Es ist kein Fahrrad, das in eine Ecke drängt — im Gegenteil: Es hält viele Optionen offen, ohne sich aufzudrängen.
Der Rahmen ist hochwertig und durchdacht. Die „Proportional Response“-Konstruktion verspricht, dass Sitzrohr, Oberrohr, Gabel und Geometrie harmonisch auf die Rahmengröße abgestimmt sind — das deutet auf ein rundes Fahrverhalten hin, bei dem Komfort und Effizienz Hand in Hand gehen. Der Carbonbau mit interner Zugführung wirkt modern und aufgeräumt, und das integrierte Unterrohr-Staufach („StashPort“) fügt einen praktischen Nutzen hinzu: Werkzeuge oder Ersatzteile verschwinden unauffällig am Rahmen — ideal für lange Touren oder Alltagseinsätze ohne sperrige Satteltasche.
Besonders gefällt mir die großzügige Reifenfreiheit. Mit Platz für bis zu 48 mm vorne und 42 mm hinten ist das Rad weder ein klassisches Rennrad noch ein plumpes Gravel-Bike — es ist vielmehr ein „Allroad“-Rad. Damit lassen sich nicht nur glatte Straßen fahren, sondern auch schotterige Nebenwege, leichtes Gravel oder holprige Wirtschaftswege — ideal für Touren, bei denen man flexibel bleiben möchte. Für Radfahrer, die nicht nur im Rennen fahren, sondern Natur, Abwechslung und Komfort schätzen, ist das ein großer Vorteil.
Dazu kommt die Ausstattung: Die Kombination aus bewährter Shimano-Schaltung (Zuverlässigkeit), hydraulischen Scheibenbremsen (sicheres Bremsverhalten bei allen Wetterlagen), robusten DT Swiss Laufrädern und komfortablen Reifen ergibt ein stimmiges Gesamtpaket für den Alltag, Touren oder längere Ausfahrten. Die D-förmige Sattelstütze verspricht zudem, dass Erschütterungen besser abgefedert werden und man auch nach vielen Kilometern nicht über Gebühr ermüdet — ein klares Plus für Langstrecke und Komfort.
Wenn man so will, fühlt sich das Synapse Carbon 5 wie ein Werkzeug an — klar, solide, kein Show-Rad, aber ein Fahrrad, auf das man sich verlassen kann. Es wirkt wie eine Einladung, das Rad auch dann einzusetzen, wenn die Straße nicht perfekt ist — etwa mal Schotter, Landstraße oder feuchte Wege. Und gerade in einer Zeit, in der viele Radler nicht mehr nach Höchstgeschwindigkeit streben, sondern nach Alltagstauglichkeit, Vielseitigkeit und Komfort, erscheint dieses Rad sehr zeitgemäß.
Fazit & Zielgruppen des Cannondale Synapse Carbon 5
Nach meiner Einschätzung richtet sich das Synapse Carbon 5 an eine Zielgruppe, die folgendes sucht:
- Menschen, die ein universelles Rennrad / All-Road-Rad wollen: nicht nur schnelle Straßenfahrten, sondern auch Wochenendtouren, Pendeln, Mischstrecken mit Schotter oder schlechterem Asphalt.
- Fahrer, die Wert auf Komfort und alltägliche Nutzbarkeit legen — unkomplizierte Wartung dank bewährter Technik, Staufach für Werkzeug oder Ersatzschlauch, robuste Komponenten.
- Radelnde, die eher langfristig denken: Ein Fahrrad, das nicht nur für Rennen oder schnellen Sprint gebaut wurde, sondern für Vielseitigkeit, Alltagstauglichkeit, Komfort und Langlebigkeit.
- Ambitionierte, aber pragmatische Fahrer: Die kein High-End-Rennrad mit elektronischer Schaltung wollen, sondern ein zuverlässiges Gerät, das bei Wind und Wetter funktioniert — und das mit einem ausgewogenen Verhältnis aus Leistung und Alltagstauglichkeit liefert.
Nicht ideal ist es — meiner Meinung nach — für Menschen, die ein „Reinrassiges“ Rennrad suchen: superleicht, minimalistisch, aggressiv sportlich aufgestellt und mit modernster Technik wie elektronischer Schaltung. Auch wer ein sehr individuelles, auffälliges Rad-Design oder maximale Custom-Performance sucht, könnte das Synapse Carbon 5 als zu konservativ empfinden.
Das Synapse Carbon 5 ist für mich ein sehr durchdachtes, vielseitiges und ehrliches Fahrrad. Es glänzt nicht mit Show oder protziger High-End-Technik — sondern mit Alltagstauglichkeit, Komfort, Vielseitigkeit und einer gewissen Bodenständigkeit, die ich bei modernen Rennrädern oft vermisse. Gerade für jene, die nicht nur schnell fahren wollen, sondern auch reisen, pendeln oder einfach Freude an langen Touren und wechselnden Untergründen haben, erscheint dieses Rad wie ein verlässlicher Partner.
Ich würde das Synapse Carbon 5 empfehlen für Freunde langer Touren, Allwetter-Pendler, Radfahrer mit Allroad-Ambitionen und all jene, die ein solides, langlebiges Rad suchen — kurz: Menschen, die das Rad nicht nur als Sportgerät, sondern als gewissenhaften Begleiter auf vielen Wegen verstehen.
Für ein reines, aggressives Rennrad-Erlebnis ist es vielleicht nicht der erste Kandidat — doch wer mit seinem Rad leben will, es vielseitig einsetzen möchte und Wert auf stimmige Balance zwischen Komfort, Flexibilität und Performance legt, der dürfte mit diesem Modell sehr gut bedient sein. Und genau das macht für mich den Reiz dieses Rads aus.
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