Bianchi Arcadex Comp Apex XPLR (2026): Italienischer Gravel-Charakter zwischen Rennflair und Abenteuerlust

Ein erster Eindruck: Italienischer Ausdruck trifft auf Abenteuerlust

Wenn man das Bianchi Arcadex Comp Apex XPLR zum ersten Mal betrachtet, überkommt einen sofort ein Gefühl von klassischem italienischem Rennrad-Flair, gepaart mit der faszinierenden Vielseitigkeit eines modernen Gravelbikes. Die elegante Silhouette des Carbonrahmens wirkt aufgeräumt und zugleich dynamisch, als ob sie bereit wäre, sowohl auf Asphaltstraßen als auch auf Schotterwegen Abenteuer zu erleben. Dieses Rad wirkt, als wäre es für jene geschaffen, die den Horizont nicht nur geradeaus, sondern in alle Richtungen erkunden möchten – mit Stil, aber ohne übertriebene Extravaganz.

Trotz meines Respekts vor der durchdachten technischen Basis muss ich betonen: Ich habe dieses Fahrrad nicht persönlich gefahren. Meine Einschätzung basiert vielmehr auf der sorgfältigen Analyse der Ausstattung, der technischen Daten und der Designphilosophie, wie sie sich aus den verfügbaren Quellen erschließt.


Ausstattung und technische Daten: Was steckt im Arcadex Comp Apex XPLR?

Das Arcadex Comp Apex XPLR ist ein Gravelbike mit einem komplett aus Carbon gefertigten Rahmen und einer Carbon-Gabel, die dem Rad ein geringes Gewicht und gute Dämpfungseigenschaften verleihen. Der Rahmen ist für Scheibenbremsen ausgelegt, nutzt ein PressFit-Innenlager und 12 mm-Steckachsen vorne und hinten für hohe Laufradsteifigkeit und sichere Kontrolle.

Angetrieben wird das Fahrrad von einer SRAM Apex XPLR 1×12-Gang-Schaltung. Diese bringt eine moderne, minimalistische Kettenschaltung mit breitem Übersetzungsbereich mit, die sich für wechselnde Anforderungen von schnellen Flachpassagen bis hin zu steileren Anstiegen eignet. Die Schaltung arbeitet rein mechanisch, was Robustheit und einfache Wartung verspricht.

Für Verzögerung sorgt ein Set hydraulischer Scheibenbremsen von SRAM Apex XPLR, jeweils mit 160 mm-CenterLine-Scheiben vorne und hinten. Diese Bremsen zeichnen sich durch konstante, gut dosierbare Bremskraft bei verschiedensten Wetter- und Untergrundbedingungen aus.

Die Räder sind 28 Zoll-Laufräder mit Velomann-Aluminiumfelgen (24 mm Felgenhöhe) und Pirelli Cinturato Gravel M-Reifen in 700×45 mm-Dimension – eine Kombination, die Geschwindigkeit, Komfort und Traktion auch auf unbefestigten Wegen unterstützt.

Die Cockpit-Komponenten (Lenker, Vorbau), Sattelstütze und Sattel stammen ebenfalls von Velomann-/Bianchi-Spezifikationen und unterstreichen die Zielsetzung eines vielseitigen, tourentauglichen Bikes.

Im Arcadex Comp findet sich ein integriertes Staufach im Unterrohr, das sich für praktische Utensilien wie Werkzeug, Ersatzschlauch oder Proviant eignet. Dieses Feature hebt das Rad gegenüber vielen anderen Gravelbikes hervor und verleiht ihm einen klaren Vorteil bei ausgedehnten Touren.


Kritikpunkte: Was man nicht verschweigen sollte

Trotz der durchdachten Komponenten und des eleganten Auftritts gibt es auch einige Aspekte, die ich kritisch sehe oder die potenzielle Käufer zumindest wissen sollten:

Nur mechanische Schaltung: Die Entscheidung für eine mechanische 1×12-Schaltung spart Gewicht und macht die Wartung einfacher, bietet aber nicht die fein abgestufte, sanft schaltende Präzision elektronischer Gruppen. Wer extrem flüssige Gangwechsel bevorzugt, könnte das vermissen.

Vollintegration bei Steuerlager und Leitungen: Die interne Kabelführung und das saubere Cockpit-Design sind optisch ansprechend, können aber zu engen Biegeradien der Leitungen am Steuerlager führen. Das erschwert unter Umständen die Wartung und Nachrüstung von Zubehör oder alternativen Komponenten.

Anbauteile teilweise einfach/ schwer: Einige der verbauten Komponenten aus der Velomann-Palette wirken funktional, aber nicht immer besonders leicht oder sportlich ausgelegt. Gerade ambitionierte Fahrer, für die jedes Gramm zählt, könnten hier Verbesserungsbedarf sehen.


Positive Eigenschaften: Warum das Arcadex Comp Apex XPLR fasziniert

Wo Licht ist, ist selbstverständlich auch Schatten – doch oft genug überwiegen die positiven Aspekte bei diesem Gravelbike. Was macht dieses Modell für mich besonders reizvoll?

Zunächst einmal der Rahmen selbst: Der hochwertige Carbon-Rahmen mit seinem schlanken, italienisch charaktervollen Design verleiht dem Rad eine fast klassische Eleganz, die man sonst eher bei hochwertigen Rennrädern findet. Die Linienführung sorgt nicht nur für eine harmonische Optik, sondern auch für funktionelle Vorteile wie Steifigkeit dort, wo sie gebraucht wird, und Komfort dort, wo Schotter und Schläge sonst unangenehm würden. Das Rad trägt so die Seele traditioneller Rennräder in sich, kombiniert mit dem praktischen Nutzen eines Allroad-Begleiters.

Ein weiteres klares Plus ist die XPLR-Schaltung mit einer 1×12-Konfiguration. Sie bietet eine durchdachte Abstufung, die in der Mitte des Übersetzungsbereichs eng genug ist, um auf wechselndem Terrain effizient zu fahren, während sie in den leichteren Gängen größere Sprünge ermöglicht – ideal, wenn man steilere Anstiege hinter sich bringen muss oder auf unebenem Untergrund unterwegs ist. Das macht das Rad alltagstauglich, tourentauglich und zugleich sportlich motivierend.

Die Bremsanlage mit hydraulischen Scheibenbremsen sorgt in meinem Eindruck für ein Gefühl von Sicherheit, das auf langen Abfahrten und bei wechselhaftem Wetter Gold wert ist. Die Dosierbarkeit der Bremse vermittelt Kontrolle und Vertrauen, was besonders für Einsteiger und ambitionierte Langstreckenfahrer gleichermaßen ein Plus ist.

Praktisch gesehen hebt sich das Arcadex mit einem integrierten Staufach im Rahmen ab. Dieses durchdachte Detail ermöglicht es, Essentials ohne zusätzliche Rahmentasche trocken und geschützt zu verstauen. Es trägt zum aufgeräumten Erscheinungsbild des Bikes bei und zeigt, dass Bianchi bei diesem Modell nicht nur an Geschwindigkeit, sondern auch an Alltagstauglichkeit und Abenteuergeist gedacht hat.

Nicht zuletzt verleiht die Kombination aus griffigen Gravelreifen und stabiler Laufradbasis dem Rad eine ausgeglichene Balance zwischen Komfort und sportlicher Performance – ideal für lange Touren abseits harter Straßenbeläge.


Fazit: Für wen eignet sich dieses Gravelbike?

In meiner Einschätzung ist das Bianchi Arcadex Comp Apex XPLR ein sehr vielseitiges Gravelbike, das besonders folgende Zielgruppen anspricht:

  • Einsteiger und Tourenfahrer, die ein zuverlässiges, komfortables und optisch ansprechendes Bike für lange Tage auf wechselnden Untergründen suchen.
  • Vielfahrer mit Sinn für Stil, die klassisch ausgelegte Carbonrahmen und italienisches Design in Kombination mit moderner Graveltechnik zu schätzen wissen.
  • Allroad-Abenteurer, die sich nicht ausschließlich auf Straßen oder Forstwege beschränken, sondern gerne auch über Trails und Schotterpassagen ins Unbekannte aufbrechen möchten.

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