Warum ich mich für die Route Werks The Handlebar Bag entschieden habe
Eine Lenkertasche war für mich lange Zeit eher eine Notlösung. Für kurze Touren reichte eine kleine Oberrohrtasche aus, doch sobald Smartphone und Powerbank darin Platz finden mussten, war der Stauraum praktisch aufgebraucht. Mehr als einen Riegel bekam ich dann kaum noch unter. Dazu kam, dass mich die Tasche beim Fahren im Wiegetritt störte.
Auf der Suche nach einer kompakteren Lösung bin ich schließlich bei der Route Werks The Handlebar Bag gelandet. Inzwischen begleitet mich die Lenkertasche auf langen Gravel-Touren, Nachtfahrten und Brevets. In diesem persönlichen Praxistest geht es deshalb nicht nur um die Verarbeitung und das Befestigungssystem, sondern vor allem um die Frage, wie sich die Route Werks The Handlebar Bag über viele Stunden auf dem Gravelbike bewährt.
Meine Anforderungen waren von Anfang an klar: Ich wollte mehr Platz für eine Regen- oder Windjacke und ausreichend Verpflegung, aber keine klassische große Lenkertasche oder Rahmentasche. Das Ganze sollte kompakt aussehen und sich schnell montieren und wieder abnehmen lassen.
Die Route Werks The Handlebar Bag hat mich zunächst vor allem optisch angesprochen. Der Deckel steht nicht weit über den Oberlenker hinaus und lässt das Cockpit dadurch deutlich sportlicher wirken als bei vielen klassischen Lenkertaschen. Dazu kommt die Möglichkeit, einen Fahrradcomputer direkt auf der Tasche zu montieren.
Trotzdem war ich anfangs skeptisch, ob das Konzept den vergleichsweise hohen Preis rechtfertigt. Meine Tasche habe ich deshalb gebraucht über Kleinanzeigen gekauft – zum damaligen Listenpreis hätte ich sie vermutlich nicht gekauft.
Mittlerweile ist sie bei fast jeder längeren Ausfahrt dabei. Nur für kurze sportliche Fahrten nach Feierabend oder am Wochenende, bei denen ich sicher nicht in die Dämmerung komme, bleibt sie zu Hause.
Route Werks The Handlebar Bag im Überblick
- Volumen: 3,2 Liter
- Einsatz: Gravel, lange Touren, Nachtfahrten und Brevets
- Befestigung: fest montierte Lenker-Befestigungsschiene
- Zugriff: Deckel lässt sich schnell öffnen und wieder selbstständig verriegeln
- Mein Setup: Supernova Mini 2 Pro, Fernlichttaster, Knog Oi und Wahoo BOLT V2
- Besonderheit: Tasche und Zubehör lassen sich als komplette Einheit abnehmen
- Mein Eindruck: hochwertig, sehr stabil und ausgesprochen vielseitig
- Kritikpunkte: relativ hohes Gewicht, dunkler Innenraum, hoher Preis
Route Werks The Handlebar Bag im Praxistest: Mein Setup
Der besondere Charakter meines Setups zeigt sich erst, wenn man die Tasche nicht isoliert betrachtet. Bei mir ist sie Teil eines kompletten Touren-Cockpits.
Links an der Tasche sitzt eine Supernova Mini 2 Pro für E-Bikes. Ich betreibe sie über einen PD-Trigger mit einer Powerbank. Für die Montage habe ich einen eigenen 3D-gedruckten Halter konstruiert, der gleichzeitig eine Aufnahme für den Fernlichttaster integriert. Der Taster sitzt rechts neben dem Schaltgriff und ist damit während der Fahrt schnell erreichbar.
Das Kabel der Lampe habe ich passend gekürzt und durch einen Spalt im Deckel in die Tasche geführt. Im Inneren nutze ich die Laschen mit Druckknöpfen, die eigentlich zu den kleinen Innentaschen gehören, um das Kabel sauber zu fixieren.
Auf der rechten Seite sitzt eine Knog Oi am originalen Zubehörstutzen Stub. Die Klingel war beim Gebrauchtkauf bereits dabei und passt für mich perfekt ins Setup. Mit dem Daumen der rechten Hand kann ich sie während der Fahrt problemlos bedienen.
Oben auf der Tasche sitzt mein Wahoo BOLT V2 auf der vorgesehenen Position und der originalen Adapterplatte. Damit sind Licht, Fernlichtschalter, Klingel und Fahrradcomputer fest mit der Tasche verbunden.
Der entscheidende Vorteil: Ich muss nicht jedes einzelne Zubehörteil demontieren, wenn ich die Tasche abnehmen möchte. Stattdessen löse ich die komplette Tasche mitsamt dem gesamten Setup vom Fahrrad. Das Touren-Cockpit ist damit in etwa zwei Sekunden montiert oder demontiert.
Für mich ist das ein deutlicher Fortschritt gegenüber meiner früheren Lösung. Aus der kleinen Oberrohrtasche, die vor allem durch den begrenzten Stauraum und die Position beim Wiegetritt störte, ist ein eigenständiges System geworden, das Stauraum und Fahrradzubehör miteinander verbindet.
Befestigungssystem der Route Werks The Handlebar Bag im Test
Das Befestigungssystem ist für mich eine der größten Stärken der Route Werks The Handlebar Bag. Die durchgehende Befestigungsschiene wird mit vier Schrauben am Lenker direkt neben dem Vorbau geklemmt. Voraussetzung ist allerdings ein klassischer runder Lenker mit einem ausreichend breiten zusätzlichen Klemmbereich. Bei stark aerodynamisch geformten oder durchgehend integrierten Cockpits dürfte die Montage entsprechend schwieriger oder gar nicht möglich sein.
Die Schiene selbst ist sehr hochwertig ausgeführt. Statt eines einfachen rechteckigen Profils besitzt sie einen leichten Knick. Beim Ein- und Ausfädeln muss die Tasche deshalb leicht geschwenkt werden. Ist sie einmal in Position, sorgt diese Geometrie zusammen mit der Verriegelung für einen sehr festen Sitz.
Fixiert und gesichert wird die Tasche über einen orangefarbenen Exzenterhebel. Die Vorspannung lässt sich spielfrei einstellen. Gerade bei einem System, das regelmäßig montiert und demontiert wird, ist das eine überzeugende Lösung. Die Tasche sitzt sicher und lässt sich gleichzeitig ohne Werkzeug vom Fahrrad lösen.
Auch die Materialqualität passt zum Anspruch des Systems. Die Befestigungsteile bestehen aus gefrästem und eloxiertem Aluminium und vermitteln eine hohe Solidität. Die Aufnahme an der Tasche selbst ist mit einem eingenähten Metallrahmen verschraubt, an dem wiederum der Kunststoffdeckel befestigt ist.
Diese Konstruktion zahlt sich auf der Straße aus. Auch auf grobem Schotter sitzt die Tasche sicher. Besonders wichtig ist für mich, dass der an der Tasche montierte Scheinwerfer auch nach ruppigen Gravelpassagen noch sauber ausgerichtet ist. Ein leichtes Schwingen der Tasche ist zwar wahrnehmbar, empfinde ich aber nicht als problematisch.
Ein kleines Geräuschproblem gibt es allerdings. Auf grobem Schotter kann der Deckel etwas klappern. Ich habe das mit selbstklebenden Schaumstoffstreifen gelöst, die zwischen Deckel und Rahmen sitzen und eine leichte Vorspannung erzeugen. Seitdem ist das Klappern deutlich reduziert.
3,2 Liter Stauraum: Wie praktisch ist die Route Werks im Alltag?
Mit offiziell 3,2 Litern bietet die Route Werks The Handlebar Bag für meine Zwecke deutlich mehr Platz als die zuvor genutzte Oberrohrtasche. Ich nutze den Stauraum für die Powerbank meiner Beleuchtung, Smartphone und Schlüssel. Beim Pendeln findet zusätzlich meine normale Brille Platz. Auf längeren Touren kommen eine Regen- oder Windjacke und vor allem deutlich mehr Verpflegung dazu.
Die Tasche besitzt zahlreiche zusätzliche Innentaschen. Für meinen Geschmack sind es sogar etwas mehr, als tatsächlich notwendig wären. Die einzelnen Fächer lassen sich jeweils über Laschen mit Druckknöpfen verschließen und ermöglichen eine umfangreiche Unterteilung.
Ich selbst nutze diese Möglichkeiten allerdings nur teilweise. Die Powerbank für die Beleuchtung liegt in der breiten Tasche auf der Vorderseite. In der zusätzlichen Tasche unter dem Deckel bewahre ich Dokumente, Kreditkarte und Bargeld auf. In einer seitlichen Außentasche steckt außerdem ein zusätzlicher TPU-Schlauch.
Den restlichen Stauraum lasse ich bewusst weitgehend frei und packe die meisten Dinge in die große Haupttasche. So kann ich sie unterwegs schnell erreichen. Regen- oder Windjacke nutze ich dabei gleichzeitig als Polsterung für empfindliche Gegenstände wie mein Smartphone oder eine zweite Powerbank. Das schützt die Geräte und verhindert, dass das relativ schwere Smartphone in der Tasche nach unten rutscht.
Der obere Bereich ist für alles reserviert, was während der Fahrt schnell erreichbar sein muss. Hier liegen Riegel und Gels, aber auch einmal ein klassisches Brötchen oder eine Tüte Gummibärchen.
Der eigentliche Vorteil der Tasche zeigt sich beim Zugriff während der Fahrt. Über einen kleinen Hebel an der Befestigung lässt sich die Verriegelung des Deckels lösen. Der Deckel klappt nach vorne und gibt den gesamten Innenraum frei. Dadurch habe ich einen sehr guten Überblick über den Inhalt und kann Gegenstände einfach greifen.
Das ist gerade auf langen Touren praktisch. Ein Smartphone lässt sich beispielsweise schnell herausnehmen, wenn ich spontan ein Foto machen möchte. Ändert sich die Verkehrssituation plötzlich, kann ich einen Gegenstand notfalls einfach wieder in die geöffnete Tasche fallen lassen und habe beide Hände sofort wieder am Lenker.
Nach dem Zugriff drücke ich den Deckel einfach wieder nach unten. Die Verriegelung schließt selbstständig. Auch bei wechselhaftem Wetter ist das praktisch: Die Tasche kann für den Zugriff kurz geöffnet und anschließend mit einem Handgriff wieder geschlossen werden.
Bei der Stauraumaufteilung zeigt sich deshalb eine persönliche Präferenz. Wer gerne viele Dinge in einzelnen Fächern organisiert, dürfte die zahlreichen Unterteilungen schätzen. Ich selbst bevorzuge dagegen eine möglichst freie Haupttasche, in der ich alles schnell finde.
Route Werks als modulares Cockpit für Gravel und Sport
Die Route Werks The Handlebar Bag bleibt bei mir nicht dauerhaft am Fahrrad. Für kurze und sportliche Ausfahrten, bei denen ich weder zusätzlichen Stauraum noch die Beleuchtung benötige, nehme ich die komplette Tasche ab.
Die fest montierte Befestigungsschiene bleibt dabei am Lenker. Genau diese Schiene nutze ich als Schnittstelle für meinen selbst entworfenen und 3D-gedruckten Computerhalter. Der Wahoo BOLT V2 kann damit auch ohne Tasche an derselben Position am Fahrrad montiert werden.
Der Wechsel vom Touren- zum Sport-Setup dauert bei mir ungefähr 30 Sekunden. Die Tasche lässt sich über den Exzenterhebel schnell von der Schiene lösen. Für meinen eigenen Halter habe ich eine Sicherung über einen O-Ring umgesetzt. Dieser muss beim Montieren um die fest am Fahrrad verbleibende Befestigungsschiene gelegt werden. Das ist etwas fummeliger als die eigentliche Taschenmontage und kostet den größten Teil der zusätzlichen Zeit.
Trotzdem funktioniert das für mich ausgesprochen gut. Ich habe damit zwei völlig unterschiedliche Cockpit-Konfigurationen, ohne zwei verschiedene Befestigungssysteme am Lenker zu benötigen.
Bei langen Touren fahre ich mit Stauraum, Licht und Klingel als kompletter Einheit. Für eine sportliche Ausfahrt bleibt nur die schmale Befestigungsschiene am Lenker und der BOLT V2 sitzt wieder direkt am Cockpit.
Der Unterschied ist beim direkten Wechsel deutlich spürbar. Wenn ich nach einer langen Tour die voll bestückte Tasche abnehme und anschließend mit dem leichten Computerhalter losfahre, wirkt das Fahrrad unmittelbar agiler und direkter. Im Alltag stört mich das höhere Gewicht der Tasche dagegen kaum.
Genau diese Möglichkeit macht die Route Werks für mich zu einem modularen Bestandteil meines Fahrrads. Die Tasche selbst kommt nur dann zum Einsatz, wenn ich ihren Stauraum und das integrierte Licht-Setup benötige. Die Befestigungsschiene bleibt dagegen dauerhaft am Fahrrad und bildet die gemeinsame Basis für beide Konfigurationen.
Route Werks The Handlebar Bag auf langen Touren und bei Nacht
Wie gut eine Tasche funktioniert, zeigt sich für mich nicht nach einer zweistündigen Ausfahrt. Meine bisher längste Erfahrung mit der Route Werks stammt von einem 240 Kilometer langen Gravel-Event, bei dem ich inklusive Pausen rund 15 Stunden unterwegs war. Ein 400-Kilometer-Brevet steht als nächster Härtetest bereits bevor.
Auf langen Strecken hat sich die Tasche dabei genau so bewährt, wie ich es mir bei der Anschaffung erhofft hatte. Auf Asphalt und grobem Schotter gab es keine besonderen Auffälligkeiten. Die Tasche sitzt sicher an der Befestigung und auch der Scheinwerfer bleibt zuverlässig in seiner Position.
Das relativ hohe Gewicht der Konstruktion fällt mir nach einigen Stunden nicht mehr bewusst auf. Daran gewöhnt man sich erstaunlich schnell. Einen Unterschied merke ich eigentlich nur dann, wenn ich direkt vom sportlichen Setup mit dem leichten Computerhalter auf die vollständig bestückte Tasche wechsle. Dann wirkt die Lenkung zunächst etwas träger. Nach einigen Kilometern ist dieser Eindruck für mich allerdings verschwunden.
Besonders gut funktioniert das System bei Nachtfahrten. Meine Supernova Mini 2 Pro sitzt links an der Tasche und leuchtet genau so, wie sie soll. Dass der Scheinwerfer dadurch nicht mittig am Lenker, sondern etwas seitlich montiert ist, stört mich beim Fahren überhaupt nicht.
Auch an den Fernlichttaster gewöhnt man sich schnell. Da er immer an derselben Position rechts neben dem Schaltgriff sitzt, entwickelt man nach kurzer Zeit ein Gefühl dafür, wo die Hand hin muss. Gerade bei längeren Nachtfahrten ist das für mich praktisch, weil ich nicht erst nach dem Schalter suchen muss.
In der Tasche selbst befindet sich bei einer typischen Nachtfahrt neben der Powerbank für den Scheinwerfer unter anderem eine kleine Backup-Lampe. Außerdem nehme ich eine Windjacke mit, die ich in den kühleren Nachtstunden überziehen kann. Dazu kommen Verpflegung und Smartphone.
Eine Stärke der Tasche zeigt sich bei längeren Pausen. Wenn ich bei einem Stopp in einem Schnellrestaurant oder an einer Tankstelle einkehre, kann ich die Tasche mitsamt ihrem kompletten Inhalt in wenigen Sekunden vom Fahrrad nehmen und einfach mit hineinnehmen. Wertsachen wie Smartphone, Geld und Karten bleiben damit bei mir und müssen nicht am Fahrrad zurückbleiben.
Gleichzeitig kann ich die Tasche direkt für Einkäufe nutzen. Was ich an der Tankstelle oder im Schnellrestaurant noch mitnehme, verschwindet einfach im vorhandenen Stauraum.
Eine kleine Schwäche zeigt sich gerade bei Nachtfahrten: Der Innenraum ist relativ dunkel ausgekleidet. Wenn ich nicht genau weiß, wo sich ein Gegenstand befindet, erschwert das die Suche bei Dunkelheit. Dann hilft manchmal nur, auf eine Straßenlaterne zu warten oder den Inhalt ertastend zu durchsuchen. Das steht etwas im Gegensatz zum ansonsten sehr guten Zugriffskonzept der Tasche.
Nach 15 Stunden und 240 Kilometern ist mein Eindruck trotzdem eindeutig positiv. Gerade die Kombination aus Stauraum, schnellem Zugriff, fest montiertem Licht und der Möglichkeit, das komplette Setup bei Pausen vom Fahrrad zu nehmen, macht die Tasche für mich auf langen Touren besonders praktisch.
Route Werks The Handlebar Bag Test: Mein Fazit
Mein Test der Route Werks The Handlebar Bag fällt insgesamt klar positiv aus. Für mich ist die Tasche deutlich mehr als eine hochwertige Lenkertasche. Sie hat mein Gravelbike im Alltag und auf langen Touren tatsächlich vielseitiger gemacht.
Der entscheidende Vorteil liegt im Gesamtsystem. Auf langen Ausfahrten und Nachtfahrten habe ich mit der Tasche zusätzlichen Stauraum, meine Supernova Mini 2 Pro, den Fernlichttaster, die Klingel und den Wahoo BOLT V2 als aufgeräumtes Gesamtpaket am Fahrrad. Für eine sportliche Ausfahrt nehme ich die komplette Tasche ab und montiere den BOLT V2 auf meinem eigenen, mit der Befestigungsschiene kompatiblen Mount.
Genau diese Möglichkeit hebt für mich den Gesamtnutzen deutlich an. Die Alternative wären für mich entweder zwei Fahrräder für unterschiedliche Einsatzzwecke oder ein längerer Umbau des Cockpits vor jeder Tour. Die Route Werks ermöglicht mir dagegen, ein einziges Gravelbike sehr flexibel für unterschiedliche Einsatzbereiche zu nutzen. Für mich wird das Gravelbike dadurch erst wirklich universell.
Natürlich gibt es auch Punkte, die mir weniger gefallen. Die Tasche ist durch ihre hochwertige und stabile Konstruktion relativ schwer. Im direkten Vergleich mit meinem sportlichen Setup fühlt sich das Fahrrad zunächst spürbar träger an. Dazu kommt das leichte Klappern des Deckels auf grobem Schotter, das ich allerdings mit einfachen Schaumstoffstreifen weitgehend beseitigen konnte. Bei Dunkelheit erschwert außerdem der schwarze Innenraum die Suche nach kleineren Gegenständen. Und auch die vielen kleinen Innentaschen sind für meinen persönlichen Geschmack eher zu viel des Guten.
Der größte Kritikpunkt bleibt für mich allerdings der Preis. Ich habe meine Route Werks gebraucht gekauft, weil ich sie zum damaligen Listenpreis vermutlich nicht gekauft hätte. Nach meiner bisherigen Nutzung hat sich meine Einschätzung zum Produkt selbst jedoch deutlich verändert. Der praktische Nutzen ist für mich inzwischen so groß, dass ich die Tasche auch neu kaufen würde.
Trotzdem würde ich auf eine Rabattaktion warten. Für mich ist die Route Werks The Handlebar Bag ihren Preis grundsätzlich wert, aber ich sehe sie nicht als Produkt, das ich zwingend zum vollen Listenpreis kaufen müsste.
Wer sein Gravelbike möglichst vielseitig nutzen möchte und regelmäßig zwischen sportlichen Ausfahrten und langen Touren, Brevets oder Nachtfahrten wechselt, bekommt mit der Route Werks The Handlebar Bag meiner Meinung nach eine außergewöhnlich durchdachte Lösung.
Für mich ist sie inzwischen ein fester Bestandteil meines Fahrrads geworden – nicht weil ich die Tasche bei jeder Fahrt brauche, sondern weil ich sie genau dann in wenigen Sekunden montieren kann, wenn ich sie brauche.
Und genau das ist für mich die eigentliche Stärke der Route Werks The Handlebar Bag: Sie macht aus meinem Gravelbike kein reines Bikepacking-Rad und auch kein dauerhaft mit Zubehör beladenes Tourenrad. Sie ermöglicht mir, mit wenigen Handgriffen zwischen zwei völlig unterschiedlichen Charakteren desselben Fahrrads zu wechseln.



